die enge Pforte

Das Thema der Männerfreizeit 2021.

Während der diesjährigen Männerfreizeit haben wir uns die enge Pforte angeschaut. Bei meinen Überlegungen in der Zeit vor der Männerfreizeit und auch während der Männerfreizeit ist in meinem Kopf ein Bild entstanden. Viele Aspekte der engen Pforte, die wir besprochen haben, konnte ich in mein Bild einfügen.

  1. Was für ein Bild entsteht in Deinem Kopf, wenn Du an die enge Pforte denkst?
  2. Was sind Deine Gedanken zu diesen Versen?

Matthäus 7, 13 & 14:

Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's, die ihn finden!

Die Predigt zum Nachhören ist HIER zu finden.

Kommentare  

Sehr schön, ich freue mich schon darauf, V kennenzulernen :-)
zitiere Watchman Nee:
Sprich zu Gott: ‚Ich kann es nicht schaffen, aber dein Gesetz in mir kann und wird es schaffen. Ich setze mein Vertrauen auf dich’ (Röm 8,1-16) ... Meine Heiligung (dass sich all die guten Eigenschaften von Jesus in mir zeigen) ist kein Lebenszustand, sondern eine Person (Christus in mir). Das tägliche Leben mit Christus lässt sich in einem Wort zusammenfassen, dem Wort: annehmen.
Alles, was Gott von mir verlangt – Geduld, Sanftmut, Demut, Güte, Heiligkeit und Freude – stellt nicht etwas dar, was ich bin, noch etwas, was ich schaffe, noch eine Tugend, nach der ich trachte oder die ich zu erreichen versuche. Es ist alles der Christus in mir. In dem allen tritt er zutage.

Ich denke S wird versuchen aus sich oder seinen Zielen etwas zu tun und zu erreichen. V sollte genau das, was Watchmen Nee oben schreibt als Grundlage haben. In Eph 3,16.17a lesen wir: „Er gebe euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen; dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohnt“. V lässt Jesus den Vortritt in seinem Leben!
zitiere Predigtabspann:
"... oder Fragen stellen, wir antworten dir gerne."
Meine beiden Fragen wären noch diese:
Was ergibt das Gespräch mit S, dass ich mich doch für die enge Pforte entscheide? (vom 24.11.) Lieber einfacher: Was ergibt das Gespräch mit S?

Welche Sichtweise steht hinter der Unterscheidung "bequem" und "unbequem" - welche Adjektive werden Christen und Nichtchristen damit zugeordnet? (vom 20.11.)
Vielen Dank für die signalisierte Bereitschaft :-)
zitiere Stefan: "Ich denke, wir müssen mit V und S reden, um zu verstehen warum sie so handeln, wie sie handeln."

OK, jetzt haben wir also mit V geredet und ich kenne seine Motive.
Was ergibt das Gespräch mit S, dass ich mich doch für die enge Pforte entscheide?
zitiere Maria:
Folglich steht hinter der engen Pforte V und handelt in der einen Weise, S ist auf dem breiten Weg unterwegs und handelt ebenso.
Meine Frage ist nun, wie kann ich mich aufgrund des Verhaltens für das eine oder andere entscheiden, wenn da kein Unterschied erkennbar ist?

Ich denke, wir müssen mit V und S reden, um zu verstehen warum sie so handeln, wie sie handeln. Ich glaube, rein vom betrachten gibt es nicht immer einen Unterschied. Auch die Jünger von Jesus waren nicht immer perfekt. Die Bibel beschreibt viele Handlungen von ihnen, die nach dem falschen Weg aussehen. Ebenso gibt es ja viele Menschen, die gut handeln, wie Du es ja beschreibst.
Also ist mein Gedanke:
  • nach Gottes Willen handeln, so wie ein Mensch auf der Erde es kann
  • Somit in einigen Bereichen ein Vorbild sein
  • in den Dialog über das Warum treten
  • Warum: Weil Gott seinen Sohn Jesus am Kreuz geopfert hat, möchte ich nach Gottes Willen leben

Soweit mal meine Gedanken.
Zitat Stefan Langner:
Ja, Stefan der "Freie Wille" ist es der uns entscheiden lässt, ob wir den bequemen also breiten Weg gehen oder den schmalen und oft unbequemen Weg, der aber letztendlich zum Ziel führt.

... sind ein Beispiel dafür Impfgegner, die sich mit Glaubensargumenten gegen eine Impfung entscheiden und damit den unbequemen Weg gehen?

Fairer Weise muss ich dazu sagen, dass es auch hier Beispiele von Nichtchristen gibt.

Meine eigentliche Frage: Welche Sichtweise steht hinter der Unterscheidung "bequem" und "unbequem" - welche Adjektive werden Christen und Nichtchristen damit zugeordnet?
Hab noch immer einen Knoten, daher wollte ich nochmal nachhaken:
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann läuft das mit dem Vorbild so, dass Vorbild V so lebt, dass ein Anderer dadurch hoffentlich bewegt wird, auch den Weg durch die schmale Pforte zu nehmen. Es bleiben die Sonstigen, einer davon S, die sich für den breiten Weg entschieden haben.
Nach meiner Beobachtung unterscheidet sich das Verhalten von V und S nicht generell in Bereichen wie Dankbarkeit, Einigkeit in Kaufentscheidungen, positives Verhältnis zum Tod eines lieben Menschen, …
Folglich steht hinter der engen Pforte V und handelt in der einen Weise, S ist auf dem breiten Weg unterwegs und handelt ebenso.
Meine Frage ist nun, wie kann ich mich aufgrund des Verhaltens für das eine oder andere entscheiden, wenn da kein Unterschied erkennbar ist?
Hätte ich selbst eine Antwort zu den praktischen Beispielen, hätte ich diese Frage hier nicht gestellt.

Hier wird klar aufgeteilt zwischen zwei Mengen - keine Überlappung. Daraus ergibt sich aus meiner Sicht, dass nicht in beiden Gruppen das Gleiche vorkommen kann. Dankgebet an Gott passt also, wobei "dankbar für die Versorgung" es schon grenzwertig macht, da es auch andere dankbare Menschen gibt. Beim Immobilenthema finden sich bestimmt Beispiele, wo sich Familien verständigen, ohne einen Glaubenshintergrund zu haben. Der Umgang mit Tod ist nach meiner Erfahrung auch kein eindeutiges Thema.

Gerade die Beispiele, die Stefan Langner angeführt hat, machen mir Bauchschmerzen - würde ja heißen, dass alle, die sich nicht für Jesus entscheiden, auch nicht für wenig beliebte Kollegen einsetzen ... Meine Erfahrungen sind anders.
zitiere Maria:
Das Burgenbild oben ist übrigens nett anzuschauen, aber im Kontext des Bibelverses nicht so zielführend, denn hinter der Pforte kommen beide Parteien wieder zusammen ;-)

Da hast Du recht. Aber es sieht so schön aus :-) In den Folien zu meiner Predigt gehen zwei getrennte Wege hinter den beiden Toren weiter ;-)

zitiere Maria:
... Vorbild sein ... Wie sieht das praktisch aus?

Für mich fängt es schon dort an, wem ich dankbar dafür bin, was wir haben. z.B. ein Dankgebet vor dem Essen, dass uns Gott täglich versorgt.
Oder ich habe von Freunden gehört, die eine Immobilie kaufen wollten. Es ging um viel Geld und es gab in der Familie unterschiedliche Meinungen, wie viel Geld investiert werden sollte. Die Situation wurde Gott im Familiengebet anvertraut und Gott hat gehandelt.
Ich erinnere mich auch noch an Gespräche mit meiner Verwandtschaft beim Tot meines Schwiegervaters. Wohin geht jetzt der Opa. Worauf und auf wen vertrauen wir.
Maria oder auch Stefan Langner, was siehst Du für praktische Beispiele?
Ja, Stefan der "Freie Wille" ist es der uns entscheiden lässt, ob wir den bequemen also breiten Weg gehen oder den schmalen und oft unbequemen Weg, der aber letztendlich zum Ziel führt. Gott will dass wir uns für ihn entscheiden und zwar aus Liebe und nicht weil man das eben so macht. Beispiel: Ein Geschenk von einem Kind an seine Eltern aus Liebe und mit Hingabe gegeben und sei es noch so unscheinbar, freut die Eltern mehr als ein teures Geschenk, dass man halt schenkt, weil man es muss.
Ich habe mich schonöffters für das große Tor = den breiten Weg entschieden, aber ich bin Gott dankbar, dass er uns immer wieder Tore zur Auswahl gibt und wir uns für ihn entscheiden können.

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